Hintergrund

Madagaskar ist bekannt für seinen aromatischen Kakao, der von rund 33 000 Kleinbäuerinnen und -bauern in einer Jahresmenge von etwa 15 000 Tonnen produziert wird. Ein Grossteil davon stammt aus dem Sambirano-Tal im Nordwesten des Landes. Abholzung – bedingt durch prekäre Lebensbedingungen, schwache Regierungsführung, Brandrodung und die steigende Nachfrage nach Cash Crops wie Kakao und Vanille – bedroht jedoch die Ökosysteme und beschleunigt die Verarmung der Böden.

Nach einer zweijährigen Pilotphase bringt dieses auf drei Jahre angelegte Projekt private, öffentliche und kommunale Entscheidungsträger zusammen, mit dem Ziel, eine nachhaltige Bewirtschaftung der Flächen im Sambirano-Tal zu fördern und die Lebensgrundlagen der lokalen Bevölkerung abzusichern.

Eckdaten

  • Land und Region(en): Madagaskar, Sambirano-Tal

  • Projektdauer: 2023–2027

  • Projektpartner: Helvetas Swiss Intercooperation

  • Weitere Partner: Centre for Development and Environment (CDE) der Universität Bern, Halba, Lindt & Sprüngli, Max Felchlin, Migros, Pronatec, Touton, Villars Maître Chocolatier, Walter Mater SA, myclimate, SWISSCO, SECO

  • Direkte und indirekte Stakeholder: 30 000 Bäuerinnen und Bauern, Comité de Gestion de Bassin Versant (COGEBS), Madagascar National Parks, Conseil National de Cacao, Conseil Régional de la Vanille

  • Schwerpunktbereich: Schutz und Regeneration von Ökosystemen

  • Beitrag der LCF: CHF 200 000 (Gesamtbudget: CHF 5,5 Mio.)

Ziele

  • Erhaltung ökologischer Funktionen in der Landschaft durch ein ausgewogenes Verhältnis von Massnahmen innerhalb und ausserhalb der landwirtschaftlichen Betriebe
  • Bekämpfung der fortschreitenden Entwaldung und des Verlusts von Boden und Wasserrückhaltevermögen in besonders betroffenen Gebieten
  • Verbesserung der Lebensbedingungen der Kakaoproduzentinnen und -produzenten durch Diversifizierung der Einkommensquellen und Sicherung der Landrechte
  • Schaffung von Anreizen für die Erhaltung nachhaltig bewirtschafteter Kakaoplantagen

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