Hintergrund

Der Kakum-Nationalpark in der Zentralregion Ghanas beherbergt einen lebenswichtigen Regenwald, der durch Abholzung, Bodendegradation und Biodiversitätsverlust stark bedroht ist. Ein von der Cocoa and Forests Initiative gefördertes Programm zur Reduzierung von Emissionen aus Entwaldung und Walddegradation in den Kakaowäldern Ghanas begegnet diesen Herausforderungen durch die Fokussierung auf sogenannte Hotspot-Interventionsgebiete, in denen gemeindebasierte Verwaltungsmodelle zur Verbesserung der Landbewirtschaftung eingesetzt werden. Seit 2019 unterstützt die Lindt Cocoa Foundation das Nature Conservation Research Centre bei der Umsetzung eines Landschaftskonzepts im Kakum-Gebiet mit einer Ausweitung der Massnahmen auf über 96 000 Hektar durch Partnerschaften. In Phase II des Projekts geht es speziell um das ACOA-Sub-Hotspot-Interventionsgebiet mit den Schwerpunkten Governance, Schutz der Biodiversität und nachhaltige Kakaoproduktion im Einklang mit einer 20-Jahres-Vision und einem 5-Jahres-Managementplan.

Eckdaten

  • Land und Region(en): Ghana

  • Projektdauer: August 2024–Juli 2027

  • Projektpartner: Nature Conservation Research Centre (NCRC)

  • Weitere Partner: Wildlife Division, privatwirtschaftliche Unternehmen

  • Direkte und indirekte Stakeholder: Entscheidungsträger im Bereich Kakaonachhaltigkeit

  • Schwerpunktbereiche: Schutz und Regeneration von Ökosystemen

  • Budget: CHF 330 037

Hauptziele

Das übergeordnete Ziel des Projekts liegt in der Förderung eines nachhaltigen Kakaoanbaus, dem Schutz der Artenvielfalt und der Verbesserung der Lebensbedingungen von Bäuerinnen und Bauern durch gemeinschaftsbasierte Verwaltungs- und Naturschutzmassnahmen.

  • Unterstützung gemeindebasierter Verwaltungsgruppen bei der effektiven und nachhaltigen Bewirtschaftung des Gebiets

  • Förderung des Schutzes der biologischen Vielfalt durch verstärkte Patrouillen, Abschreckungsmassnahmen für Wildtiere und Strategien zur Konfliktminderung

  • Verbesserung der Umweltaufsichtssysteme zur Gewinnung von Erkenntnissen für ein adaptives Management in den nächsten drei Jahren

  • Zusammenarbeit mit örtlichen Gemeinden und Behörden zur Bekämpfung von illegalen Aktivitäten und Konflikten zwischen Mensch und Wildtieren sowie zur Erarbeitung langfristiger Nachhaltigkeitslösungen, einschliesslich der Prüfung fairer Umsiedlungsmöglichkeiten für landwirtschaftliche Betriebe innerhalb von Schutzgebieten