Hintergrund

Die Kakaoanbaugebiete in Ghana und Côte d’Ivoire erstrecken sich über mehr als sieben Millionen Hektar. Aufgrund intensiver Sonneneinstrahlung und Entwaldung tragen sie selbst innerhalb von Schutzgebieten erheblich zum Verlust der Biodiversität bei. Bisherig lag das Hauptaugenmerk der Nachhaltigkeitsbemühungen in der Kakaowirtschaft auf dem Klimawandel. Die Artenvielfalt, die für widerstandsfähige Ökosysteme und das Wohlergehen aller Menschen von entscheidender Bedeutung ist, fand hingegen weit weniger Beachtung. Mit diesem dreijährigen Projekt unter der Leitung der University of Queensland soll diese Lücke durch die Evaluierung und Verbesserung der Biodiversität in Kakaoanbaugebieten geschlossen werden. Die Initiative knüpft an ein früheres, von der Lindt Cocoa Foundation finanziertes Projekt der ETH Zürich an, in dessen Rahmen maschinelle Lernmodelle zur Kartierung der Schattenbaumbedeckung und der CO2-Speicher von Kakaoplantagen entwickelt wurden. Weitere Informationen zu diesem Projekt sind hier verfügbar.

Eckdaten

  • Land und Region(en): Ghana

  • Projektdauer: August 2024–Juli 2027

  • Projektpartner: University of Queensland (UQ), Forestry Research Institute (FORIG),
    Birdfinder Tour

  • Weitere Partner: Kwame Nkrumah University of Science and Technology (KNUST), Nature Conservation Research Centre (NCRC)

  • Direkte und indirekte Stakeholder: Entscheidungsträger im Bereich Kakaonachhaltigkeit

  • Schwerpunktbereiche: Schutz und Regeneration von Ökosystemen

  • Budget: CHF 394 118

Hauptziele

Das übergeordnete Ziel des Projekts besteht darin, das Wissen über die Biodiversität zu verbessern und Massnahmen zum Schutz der Artenvielfalt im Kakaoanbau zu fördern, um die Integrität der Ökosysteme und das Wohlergehen der lokalen Gemeinden zu sichern.

Im Einzelnen sollen die vorhandene Biodiversität erfasst, für die Biodiversität wichtige landschaftliche Merkmale ermittelt und Gebiete mit hoher Priorität für die Einführung von Agroforstsystemen zum Schutz der Vogelvielfalt ausgewählt werden. Darüber hinaus sollen durch die Ermittlung von Bioindikatoren und die Erprobung kosteneffizienter Messmethoden Grundlagen für ein langfristiges Biodiversitätsmonitoring geschaffen werden.

Veröffentlichungen