Hintergrund

Kakaobäuerinnen und -bauern in der Amazonasregion Perus – insbesondere in San Martín, Huánuco und Ucayali – verlieren einen erheblichen Teil ihrer Ernte durch zwei Schotenbohrerarten: Carmenta foraseminis und Gymnandrosoma aurantianum. Diese Schädlinge können bis zu 60% der potenziellen Ernte zerstören. Die derzeit verfügbaren, agroökologisch verträglichen Bekämpfungsmethoden sind arbeitsintensiv, teuer und nur teilweise wirksam, was das Risiko erhöht, dass Landwirte zu verbotenen chemischen Pestiziden greifen.

Aufbauend auf bestehender Forschung zielt dieses Projekt darauf ab, pheromonbasierte Lösungen zu entwickeln und zu validieren, die umweltfreundlich, skalierbar und mit nachhaltigen Kakaoproduktionssystemen in Peru vereinbar sind.

Eckdaten

  • Land und Region(en): Peru

  • Projektdauer: Januar 2026 – Dezember 2027

  • Projektpartner: Bioversity International

  • Weitere Partner: APPCACAO, regional technical committees, cooperatives in San Martin, Huánuco & Ucayali, SENASA, DEVIDA

  • Direkte und indirekte Stakeholder: Kakaobäuerinnen und -bauern, Genossenschaften, Beratungsdienste

  • Schwerpunktbereiche: Nachhaltige Kakaoproduktion

  • Budget: USD 93’628

Hauptziele

Das übergeordnete Ziel des Projekts ist die Entwicklung und Validierung umweltfreundlicher, kosteneffizienter Methoden zur Bekämpfung der wichtigsten Kakaoschotenbohrer in Peru, um dadurch die Einkommen der Landwirte zu verbessern und nachhaltige Kakaoproduktionssysteme zu stärken.

Die spezifischen Ziele sind:

  • Bewertung der Wirksamkeit bestehender Pheromon-Köder zur Bekämpfung von Gymnandrosoma aurantianum in Kakaoplantagen;

  • Entwicklung und Optimierung von Pheromon-Ködern zur Bekämpfung von Carmenta foraseminis unter realen Praxisbedingungen;

  • Analyse der Auswirkungen pheromonbasierter Bekämpfungsmethoden auf Schädlingsbefall und Kakaoerträge in unterschiedlichen agroökologischen Kontexten;

  • Förderung des Wissenstransfers an Landwirte, Genossenschaften und technische Institutionen, um den effektiven und sicheren Einsatz von Pheromonfallen im grösseren Massstab zu ermöglichen.

Veröffentlichungen